Candida Diät – Retter bei Hefepilzinfektionen?

Hefepilzinfektion mit der Candida Diät bekämpfen
Hefepilzinfektion mit der Candida Diät bekämpfen

Eine Hefepilzinfektion mit sich herumtragen zu müssen ist alles andere als schön! Umso schlimmer wird es, wenn wir unbewusst die falsche Form der Ernährung wählen, mit der wir den Pilz in unserem Verdauungstrakt das Futter geben, dass ihn noch so richtig sprießen lässt. Die Candida Diät soll hierbei klar definieren, welche Lebensmittel du bei einer Hefepilzinfektion bedenkenlos essen darfst und von welchen du besser die Finger lassen solltest.

In diesem Artikel gehen wir einmal genauer darauf ein, wie die Candida Pilz Diät funktioniert und ob sie tatsächlich dazu in der Lage ist, lästige Pilzinfektionen vollständig loszuwerden.

Leidest du also auch an „Candida albicans“, solltest du nun sehr aufmerksam sein.

 

Ursprung und Symptome

Rollen wir einmal das Feld von hinten auf! Wie kommt eine Pilzinfektion zustande und wie kann ich sie erkennen?

Pilze entstehen dort, wo sie sich wohlfühlen – Das heißt in feuchten, sauren Milieus. Folglich bilden sie sich häufig in einer Phase, in der unser Immunsystem geschwächt ist und in der wir uns nicht unbedingt vorbildlich ernähren (Junk Food, Zucker, Alkohol, Tabak usw.). Eine temporäre Veränderung des Hormonhaushaltes, wie es bei jungen Frauen in der Pubertät der Fall ist, begünstigt die Entwicklung zusätzlich.

Erkennbar wird die Hefepilzinfektion durch unangenehme Symptome wie:

  • Durchfall
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Schmerzen beim Urinieren/eitriger Ausfluss
  • Schmerzen beim Sex
  • Husten
  • Fieber
  • Weißer Belag auf der Mundschleimhaut
  • Juckreiz im Genitalbereich

Glücklicherweise fördern die Viren keine ernstzunehmenden Krankheiten. Dennoch: Die Symptome sind keinesfalls wünschenswert und ca. 75% aller Menschen (Männer und Frauen) leiden hin und wieder oder beständig unter dem Pilzbefall.

Hefepilzinfektion vorbeugen

Bevor es zu härteren Maßnahmen wie einer Candida Diät kommen muss, tun wir gut daran das Risiko einer Hefepilzinfektion einzugrenzen. Neben der Mundhygiene ist vor allem ein hohes Maß an Hygiene im Schambereich notwendig, denn Pilze bilden sich vorwiegend an der Mundschleimhaut oder an den Genitalien. Nasse Badebekleidung, luftundurchlässige Unterwäsche und häufig wechselnde Sexualpartner sind oft der zündende Funke eines Hefepilzes.

Sobald erste Symptome aufkommen neigen viele Frauen zur übertriebenen Hygiene, womit sie den schlimmsten Fehler überhaupt begehen. Denn aggressives Reinigen zerstört die Flora der Scheide, womit auch das körpereigene Reinigungssystem geschwächt wird.

Wenn es zu spät ist – Die Candida Diät

Ein Leben ohne Hefepilzinfektion ist kaum realisierbar und so ziemlich jede Frau wird sich hin und wieder damit vergnügen dürfen. Doch wenn das Problem (im wahrsten Sinne des Wortes) wächst und den Verdauungstrakt befällt, haben wir ein echtes Problem und das Leben wird begleitet durch Fehlverdauung, Schmerzen und Fieber.

Hier soll die Candida Pilz Diät eingreifen. Doch wie funktioniert sie?

Kurzkettige Kohlenhydrate sind Tabu bei der Candida Diät
Kurzkettige Kohlenhydrate sind Tabu bei der Candida Diät

Pilze, Viren und schadhafte Bakterien ernähren sich durch Zucker. Damit ist allerdings nicht nur der allseits verteufelte Industriezucker gemeint, sondern jegliche Form von einfach aufgespaltener Stärke (kurzkettige Kohlenhydrate). Folgende Lebensmittel sind gemeint:

  • Reis, vorwiegend weißer Reis
  • Nudeln
  • Brot, vorwiegend weißes Brot
  • Früchte, Lebensmittel mit Fruchtzusatz
  • Alle zuckerhaltigen Lebensmittel

Es geht also darum, die Pilze in unserem Darm durch Zuckerentzug aushungern zu lassen und Stück für Stück durch eine ballaststoffreiche Ernährung abzutransportieren.
Im Grunde genommen definiert sich die Candida Diät exakt über den Verzicht von jeglicher Form von zuckerhaltigen Lebensmitteln, denn alles andere ist erlaubt und kann in der gewünschten Menge verzehrt werden.

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Candida Diät erlaubte Lebensmittel

Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate (oben genannten Lebensmittel) gehören also gestrichen – so viel steht fest. Doch was genau darfst du dann essen?

Langkettige Kohlenhydrate

Der Unterschied zwischen langkettigen Kohlenhydraten und kurzkettigen Kohlenhydraten liegt in der Dauer des Stoffwechsels. Langkettige Kohlenhydrate stecken in Vollkornprodukten wie Vollkorn-Getreideflocken und geben uns für lange Zeit konstant Energie ohne den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe steigen zu lassen.

Doch Vorsicht bei Vollkornreis oder Vollkornbrot vom Bäcker! Oft werden die Brote mit einem erheblichen Anteil an weißen Mehl gebacken, womit du wieder kurzkettige Kohlenhydrate enthalten hast. Bei Vollkornreis wird die braune Schale beim Kochen unglücklicherweise vom weißen Reiskorn getrennt. Auf diese Weise hast du wieder den weißen, leicht zu spaltenden Reis.

Im Grunde genommen kannst du auch komplett auf Kohlenhydrate verzichten, doch das wäre in Bezug auf deine Gesundheit weniger empfehlenswert, da du sonst zu wenige Ballaststoffe zu dir nimmst. Ballaststoffe sind nämlich ein entscheidender Faktor in der Candida Diät, da sie durch den Abrieb im Darm eine Vielzahl von Pilzen lösen und durch den Stuhl aus dem Körper entfernen.

Folgende Lebensmittel sind daher wichtig:

  • Sauerteig-Roggen-Vollkornbrot
  • Kleiebrot
  • Vollkorn-Knäckebrot
  • Jedes Getreide als ganzes Korn, Vollkornmehl oder Schrot
  • Kartoffeln
  • Jedes Gemüse
  • Hülsenfrüchte

Fette

Fette sind bei einer kohlenhydratarmen Ernährung deine wichtigste Energiequelle. Darüber hinaus sind sie auch für deinen Hormonhaushalt unverzichtbar.

Folgende Lebensmittel sind daher wichtig:

  • – Nüsse, Mandeln, Saaten
  • Eier
  • Milch u. Milchprodukte (ohne Frucht- und Zuckerzusatz)
  • Fisch (keine Konserven, keine Panade ohne Marinade)
  • Fleisch (keine Dauerwurstsorten)
  • Kaltgepresste Öle

Proteine

Proteine sind der Baustoff für deien Körper. Zudem regulieren sie die Fettverdauung und fördern die Bildung von Muskeln, Haut und Haaren.

Folgende Lebensmittel sind daher wichtig:

  • Nüsse, Mandeln, Saaten
  • Eier
  • Milch u. Milchprodukte (ohne Frucht- und Zuckerzusatz)
  • Fisch (keine Konserven, keine Panade ohne Marinade)
  • Fleisch (keine Dauerwurstsorten)
  • Hülsenfrüchte

Lese dazu auch: Wie dir eine eiweißreiche Ernährung beim Abnehmen helfen kann ->

Candida Diät wie lange?

Für viele wird der Verzicht auf Reis, Weißbrot und Süßigkeiten nicht einfach sein. Daher stellt sich zurecht die Frage, auf was für einen Zeitraum sich die Candida Diät Dauer erstreckt.

Leider sind hierzu keine punktgenauen Informationen zu vergeben, denn der (häufig abfällig genannte) „Candida Diät wie lange noch zur Hölle??“-Zeitraum definiert sich über das Ausmaß der Verbreitung und der Intensität. Eine regelmäßige Überwachung durch einen Arzt ist daher auf jeden Fall Voraussetzung.

Eine grobe Einschätzung kann allerdings für einen Zeitraum zwischen 2 Wochen und 2 Monaten gegeben werden.

Candida Diät Erfahrungen

Die Candida Diät kann helfen
Die Candida Diät kann helfen

Insgesamt wollen wir uns auf die Erfahrungen von vielen verschiedenen Menschen beziehen, die sich in den ernstzunehmenden Foren stark ähneln. Dabei wird von den meisten Erfahrenen davon abgeraten, die Candida Diät einfach in Eigenregie durchzuführen, da die Pilze sich bei Zuckermangel nicht unbedingt zurückbilden, sondern eher durch die Darmwand fressen können – und dann ist das Problem erst recht riesig.

Daher sollte eine Candida Pilz Diät, wenn überhaupt, nur in Verbindung mit speziellen Pilzmedikamenten durchgeführt werden. Auf diese Weise konnten sich die einen oder anderen von einer Pilzinfektion loseisen. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass viele Betroffene über Jahre oder Jahrzehnte von Pilzen befallen sind und das „Problem“ dementsprechend nicht zu unterschätzende Dimensionen angenommen hat

Der allgemeine Tenor lautet also: Eine Candida Diät kann wirksam sein, allerdings ist sie auch mit ungeheurer Vorsicht zu genießen. Daher immer einen oder mehrere Ärzte zu Rat ziehen.

Zusatz: Ein Candida Diät Frühstück

Wer sich nach Absprache mit einem Arzt für eine Candida Diät entschieden hat, wird sich vor einer Herausforderung wiederfinden. Welches Frühstück kann ich denn jetzt essen, wo wir am Morgen doch so gerne süße Cornflakes, Toast und Obst verspeisen?

Ein perfektes Candida Diät Frühstück wäre demzufolge Vollkorn-Knäckebrot mit einem herzhaften Quarkaufstrich oder mit ungezuckerter Erdnussbutter. Dazu passen hervorragend Eier in Form von ganzen Eiern oder einem Omelett mit viel Gemüse.

Fazit: Bitte mit Vorsicht genießen

Wenn wir die Candida Diät objektiv betrachten, können wir eigentlich sagen, dass es eine sehr gesunde Art und Weise der Ernährung ist, da sie den Blutzuckerspiegel konstant hält und so Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes vorbeugen kann.

In Bezug auf eine Pilzinfektion kann sie ebenso wirksam sein. Doch, wie oben erwähnt, birgt sie Risiken, die zu echten Problemen im Verdauungstrakt führen können. Bevor du also in letzter Verzweiflung zu einer Zuckerverzicht-Kur greifen möchtest, bespreche dies ausführlich mit einem Arzt.

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