Leinsamen – uraltes Superfood!

Leinsamen Superfood
Leinsamen Superfood

Den Begriff „Leinsamen“ haben die meisten sicherlich schon in dem ein oder anderen Zusammenhang gehört. Was man hierunter jedoch genau versteht, ist dabei vielen von uns unklar. Im Nachfolgenden soll dies daher eingehend erklärt werden. Des Weiteren sollen einige historische Aspekte beleuchtet werden und es wirk erklärt, wieso Leinsamen gut für uns und unseren Körper sind und bei welchen Beschwerden sie uns helfen können.

 

Was sind Leinsamen?

Lein, dessen lateinischer Name Linum usitatissimum lautet und der auch unter dem Namen Flachs bekannt ist, ist eine Kulturpflanze und wird auf der ganzen Welt angebaut. Die Pflanzen werden circa einen Meter hoch und blühen in einer hellblauen Farbe. Die Frucht der Pflanze befindet sich in einer Kapsel mit einer runden Form. In dieser finden sich dann schließlich die braunen Leinsamen. Diese können zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden und auch zu unterschiedlichen Produkten verarbeitet werden – hierauf gehen wir im Nachfolgenden auch noch genauer ein.

Historisches zum Lein und zu den Leinsamen

Heutzutage finden wir Lein überall auf der ganzen Welt. Das lässt sich sicherlich auf die hohe Beliebtheit und Wertschätzung der Pflanze zurückführen. Jedoch ist das längst nicht erst seit Beginn des modernen Zeitalters so: denn bereits um 5000 v. Chr. Wurde Flachs angebaut. Somit gehört Lein zu den ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen in der gesamten Erdgeschichte.

Die genaue Herkunft der Kulturpflanze ist dagegen unklar. Bereits in der Antike wurde Lein schon zu Leinöl verarbeitet. Das erfolgte besonders in Griechenland, da das somit gewonnene Öl ein populäres Heilmittel gegen eine Vielzahl an Beschwerden war. Aus dem Öl wurde aber auch (Druck-)Farbe hergestellt. Außerdem verarbeitete man die Fasern der Flachspflanze zu Stoffen, was im Mittelalter noch einen äußerst mühsamen Prozess darstellte.

Dennoch diente die Pflanze in dieser Zeit und für einige weitere Jahrhunderte vor allem der Textilindustrie – bis ins 18. Jahrhundert galt Flachs als der wichtigste Rohstoff für Textilien. Erst mit dem verstärkten Aufkommen von Baumwollen und synthetischen Fasern änderte sich dies dann. Hierdurch zeigt sich eindrücklich, dass Lein zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden kann und somit universell und flexibel einsetzbar ist. Die kleine Pflanze ist also wahrlich dazu in der Lage, Großes zu vollbringen!

Die (versteckten) Talente von Leinsamen

So weit, so gut. Doch sind Leinsamen für den menschlichen Körper überhaupt bekömmlich und vielleicht sogar gesundheitsfördernd? Und wie und weshalb ist das so? In dem folgenden Teil des Artikels wollen wir auf genau diese Fragen konkrete Antworten gegeben werden. So soll sichergestellt werden, dass jeder weiß, ob und wie die Samen gegebenenfalls vorhandene Schmerzen lindern oder auf andere Weise das eigene Leben bereichern können.

Leinsamen Inhaltsstoffe

Besonders die Samenschalen der Leinsamen sind wertvoll, da sich hierin die meisten und effektivsten Inhaltsstoffe befinden. So sind in den Samenschalen insbesondere Schleimstoffe und verschiedene Arten an Zucker (beispielsweise Xylose, Galactose und Galacturonsäure). Darüber hinaus bestehen die Samen zu einem Viertel aus Ballaststoffen und zu einem weiteren Viertel aus Eiweiß.

Zu einem Großteil – nämlich in etwa zwischen 30 und 45 Prozent – beinhalten Leinsamen aber Fette, beziehungsweise Öle. Diese wiederum bestehen aus Öl-, Linol- und Linolensäuren. Letztere ist eine sogenannte Omega-3-Fettsäure. Sie wird von Ernährungswissenschaftlern als besonders wertvoll eingestuft, da sie den Körper auf verschiedene Weise gesund halten soll. Unter sämtlichen bekannten aus Pflanzen gewonnenen Ölen besitzt Leinöl somit den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus finden sich in Leinsamen auch kleine, geringfügige Mengen an Lignanen. Ein tolles Produkt sind Fischölkapseln, da sie sehr viele der genannten Fette enthalten.

Wirkungsweisen der Inhaltsstoffe

Die Schleimstoffe

Schleimstoffe sind besonders gut für unseren Körper. Denn wenn sie in den Darm gelangen, dann saugen sie sich mit Wasser voll und quellen auf – deswegen gelten Schleimstoffe auch als Quellmittel. Auf diese Weise vergrößert sich der Darm und die Verdauung wird dementsprechend einen Gang höher geschaltet.

Die Öle

Leinsamenöl
Leinsamenöl

Auch das Öl der Leinsamen leistet einen wichtigen Beitrag. Es sorgt nämlich dafür, dass der Darm durch das im Öl enthaltene Fett eingefettet wird. Hierdurch ist es für den im Darm befindlichen Inhalt deutlich leichter, sich aus diesem hinauszubewegen und diesen endgültig zu verlassen. Um an das wertvolle Öl der Leinsamen zu kommen, kann im Reformhaus und online direkt Leinöl gekauft werden. Für dieses gibt es unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Aufgrund dieser Wirkungsweisen der Inhaltsstoffe eignen sich Leinsamen besonders dann, wenn du an Verstopfung leiden solltest. Die Samen sind hierfür ein ganz natürliches, pflanzliches Heilmittel, welches du auch außerhalb einer Apotheke, so beispielsweise in einem Reformhaus, käuflich erwerben kannst.

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Vorbeugung von Krebs durch Leinsamen potentiell möglich

Leinsamen wir, wie bereits mehrfach erwähnt, eine äußerst gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Darüber hinaus vermuten Ärzte und Wissenschaftler sogar, dass sie sich zur Vorbeugung diverser Krebsarten eignen. Hierzu sollen beispielsweise Prostata- sowie Dickdarm- und Brustkrebs gehören. Endgültig bewiesen ist in dieser Hinsicht jedoch noch nichts, dennoch lassen einige durchgeführte Studien dies stark vermuten.

Wichtige Hinweise und weitere Tipps und Tricks

Auf die Beschaffenheit kommt es an

Es sind nicht alle Arten von Leinsamen auf gleiche Weise wirksam. Empfehlenswert sind nämlich vor allem verarbeitete, das heißt geschrotete Leinsamen. Ganze, sprich nicht geschrotete Leinensamen, entfalten dagegen nicht ihre volle Wirkung. Der Grund hierfür liegt darin, dass diese als ganze, rundliche Kapsel den Magen-Darm-Trakt nicht positiv beeinflussen können, da die lindernden Inhaltsstoffe die Samen nicht verlassen können. Durch das Zerkleinern und Aufbrechen derselben gelangen das Öl sowie die Schleimstoffe direkt in den Körper. Hier können sie nun ihre (oben genauer beschriebene) Arbeit verrichten und erheblich zu einem gesteigerten Wohlbefinden beitragen.

geschrotete Leinsamen
geschrotete Leinsamen

Viel Trinken ist ein Muss

Damit ausreichend Wasser vorhanden ist, welches die Leinsamen aufnehmen können, ist es äußerst wichtig, genügend Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Etwa 1,5 Liter an Wasser oder sonstigen Getränken (vorzugsweise Tee oder Saftschorle) solltest du somit mindestens jeden Tag trinken. Wenn du diesen wichtigen Hinweis nicht befolgst, können dir dagegen ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen drohen.

Wer nämlich nicht genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, bei dem können die in den Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe im Inneren des Darms festkleben. Auf diese Weise könnte es unter Umständen zu einem Darmverschluss kommen. Wer in der Vergangenheit bereits an einem Darmverschluss erkrankt ist, der sollte keine Leinsamen zu sich nehmen. Von der Anwendung ist außerdem auch dann abzuraten, wenn bei dir die Speiseröhre, der Magen oder der Darm verengt wurde oder du zurzeit an einer Magen-Darm-Entzündung leidest.

In der Schwangerschaft vermeiden

Der Verzehr von Leinsamen, beziehungsweise von Leinöl soll angeblich das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Das ist zwar wissenschaftlich nicht vollständig bewiesen, es gibt jedoch starke Indizien hierfür. Deshalb ist es wichtig, kein Risiko einzugehen und in der Schwangerschaft keine Leinsamen zu sich zu nehmen. Auch der Verzehr von anderen Produkten, die aus den Samen der Leinen gewonnen werden, wie zu Beispiel das Leinöl, sollte dringend vermieden werden.

Wenn du während deiner Schwangerschaft an Verstopfung oder ähnlichen Beschwerden leidest, suche einen Arzt auf. Dein Frauenarzt kann dich in dieser Hinsicht sicherlich am besten beraten und weiß, wie deine Schmerzen gelindert werden können, ohne eine Gefahr für dich und dein Kind einzugehen.

Zerkleinerte Leinsamen möglichst schnell aufbrauchen

Mit geschroteten Leinsamen lässt sich eine erheblich größere Wirkung erzielen als mit Leinsamen, die nicht zerkleinert wurden – das wissen wir bereits. Die zerstoßenen Samen müssen jedoch auch schneller aufgebraucht werden. Durch das Zerkleinern werden nämlich Fettsäuren freigesetzt, welche sich recht zügig auflösen. Um diesen Vorgang ein wenig hinauszuzögern, sollten die Leinsamen vor der Zunahme deshalb in einem Kühlschrank aufbewahrt werden. Dennoch sollten diese jedoch möglichst schnell angewandt werden.

Nach der Einnahme: etwas Geduld muss sein

Nach der Einnahme von Leinsamen muss dagegen wieder etwas gewartet werden. Denn diese wirken nicht unmittelbar oder schnell nach der „Einnahme“. Stattdessen müssen in etwa zwei bis drei Tage abgewartet werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können.

Leinsamen nicht mit anderen Medikamenten einnehmen

Leinsamen sollen außerdem nicht parallel mit anderen Medikamenten eingenommen werden. Denn wenn du Leinsamen zu dir nimmst, ist dein Darm sozusagen blockiert und kann deswegen nicht noch andere Arzneimittel aufnehmen. Stattdessen solltest du nach dem Verzehr der Samen in etwa zwei bis drei Stunden warten, bis du andere Medikamente einnimmst.

Leinsamen unterstützen eine gesunde Ernährung

Leinsamen sind äußerst vielseitig. Sie können auf diese Weise auch einzelne Lebensmittelerzeugnisse und Mahlzeiten bereichern und schmackhafter machen. Dabei werden die Samen vor allem als Zutaten für Müslis und in Backwaren (beispielsweise in Broten) verwendet.

Leinsamenbrot
Leinsamenbrot

Denn Leinsamen unterstützen eine gesunde und körperbewusste Ernährung. Bei Broten können die Samen beispielsweise einfach in den Teig gemischt werden und somit mitgebacken werden. So lassen sich nicht nur leckere, sondern auch gesundheitsfördernde Backwaren anfertigen.

Passend dazu: Dinkel-Leinsamen-Brot Rezept ->

Das ist aber noch längst nicht alles: denn Leinsamen passen ebenso zu zahlreichen anderen Mahlzeiten und können diesen ganz einfach und unproblematisch zugefügt werden. Dazu gehören beispielsweise Suppen, Salate, Brownies, Sandwiches, Müslis, Smoothies oder Pizzas – nur um einige Beispiele anzuführen.

Schau dich einfach mal um – es gibt sicherlich auch einen Weg, wie sich Leinsamen in dein Lieblingsessen einbauen lassen. Auf diese Weise kannst du deine Mahlzeit noch mehr genießen. Denn wenn du alle vorgestellten Tipps und Tricks befolgst, kannst du dir sicher sein, dass die Samen dir und deinem Körper zu einem gesteigerten Wohlbefinden verhelfen werden.

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  • Traditionelle Back- und Kochzutat
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Fazit

Die kleinen und recht unscheinbaren Samen der Pflanze Lein (deswegen auch einfach Leinsamen genannt) haben eine große Wirkung, die man auf den ersten Blick sicher nicht erahnen würde. Denn die in den Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe und Öle können die Verdauung ankurbeln und sind somit insbesondere bei Verstopfungen ein gutes und zugleich natürliches Heilmittel.

Dieses Heilmittel ist dabei schon seit Jahrtausenden bekannt – ebenso lange wird Lein deswegen auch schon von verschiedenen Völkern angebaut und ist heute überall auf der Welt eine beliebte und geschätzte Kulturpflanze. Denn Lein ist auch besonders wandelbar: bis in die Neuzeit stellte die Pflanze den primären Rohstofflieferanten für die Textilindustrie dar.

Heutzutage wird aus den Leinsamen vor allem auch Öl gewonnen – und zwar nicht nur Speiseöl, sondern beispielsweise ebenso solches, das sich zur Herstellung von Ölfarben verwenden lässt. Die Vielseitigkeit und Wandelbarkeit der kleinen Samen geht jedoch noch um einiges weiter. Neben der bereits erwähnten Verwendung als Heilmittel für diverse Erkrankungen (vor allem Verstopfungen sind hier anzuführen), können Leinsamen auch als Zutat in einer ganzen Reihe an Mahlzeiten verwendet werden. Somit wird deutlich, dass sich eine gesunde Ernährung und ein voller Genuss keinesfalls ausschließen müssen, sondern sich sehr leicht und einfach kombinieren und vereinbaren lassen.

Wenn du zusätzlich hierzu noch die obigen Hinweise und Ratschläge beachtest, dann kann endgültig nichts mehr schiefgehen. Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren und Kennenlernen der Leinsamen – du wirst von diesen kleinen Universaltalenten sicher begeistert sein!

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