Heißhunger auf Süßes – so bekommst du ihn in den Griff

„Heißhunger auf Süßes“ ist so etwas wie ein schlechter Liebhaber. Man will ihn eigentlich loswerden, aber wenn er auftaucht, lässt man sich nur allzu gerne von ihm überrumpeln. Leider haben wir jedoch das Problem, dass man hinterher genau weiß, dass man sich selbst geschadet hat. Umso schlimmer wird es, wenn wir auf dem Weg zur Traumfigur sind oder ganz spezielle Fitnessziele haben.

Heißhunger auf Süßes kann innerhalb weniger Minuten unsere gesamte Motivation, sowie unsere bisherigen Erfolge sabotieren – so scheint es jedenfalls.

Was Heißhunger eigentlich ist, wie man mit Attacken am besten umgeht und wie du ihn sogar präventiv vorbeugen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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Heißhunger auf Süßes – sowohl psychische als auch physische Ursachen

Heißhunger kann ganz verschiedene Ursachen haben, welche von Mensch zu Mensch schwanken. Bei manchen spielen eher psychische, seelische Faktoren eine Rolle, bei anderen wiederum ist ein gestörtes Essverhalten Ursprung des Problems. In vielen Fällen vermischen sich beide Aspekte auch und können daher umso intensiver ausfallen.

Seelischer Aspekt:

Man sagt, wer immer wieder Heißhunger auf Süßes hat, dem fehlt die Süße im Leben. Gehe einmal tief in dich hinein und frage dich, ob dir etwas im Leben fehlt. Körperlicher Nähe? Zärtlichkeit? Spaß? Tiefe Freundschaften?

Genau solche Teilaspekte unseres Lebens versorgen uns mit Glückshormonen. Fallen diese weg, kann süßes Essen diesen Part übernehmen, denn auch Zucker lässt uns einen gewaltigen Dopaminkick spüren.

Körperlicher Aspekt:

Etwas greifbarer ist da schon der körperliche Aspekt. Siedelt sich in unserem Darm ein schlechtes Bakterienmilieu über die Zeit an, steigt auch gleichzeitig unser Heißhunger auf Süßes. Schlechte Bakterien wie zum Beispiel Hefepilze, Candida oder andere Parasiten leben nämlich von Zucker, wie wir Menschen von Sauerstoff.

Tipp: Probiere einmal Flohsamenschalen aus. Sie können dabei helfen, deinen Darm zu reinigen.

Zucker wirkt säurebildend, ist für unseren Körper Gift und wird daher sofort von den schlechten Bakterienkulturen angenommen. Das Tückische ist, dass jene Bakterienkulturen dazu in der Lage sind, unser Appetitgefühl zu beeinflussen. Manche haben sogar direkten Einfluss auf das Sättigungshormon Globulin. Sie schalten es einfach ab und geben somit unserem Verstand das Okay, immer mehr zu essen, obwohl man bereits satt ist.

Ein weiterer Grund für Heißhungerattacken, rein auf körperlicher Ebene, ist ein unkontrollierter Essensrhythmus. Wenn der Körper ständig mit neuen Essensrhythmen zu kämpfen hat, weiß er nicht, wie er sich darauf einstellen kann. Als Endresultat produziert unsere Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin, in Situationen, wo wir eigentlich gar nicht vorgesehen haben, zu essen.

Und plötzlich denken wir an nichts anderes, was unseren Heißhunger aufs Süßes schnellstmöglich stillen kann.

Was tun bei Heißhunger auf Süßes?

Nachgeben ist eher die schlechtere Variante. Es wird jedoch von Zeit zu Zeit dazu kommen, dass du dem Bedürfnis nachgeben müssen wirst. Denn wer sehr stark unter Heißhunger leidet, kann auf Dauer kaum so viel Energie aufbringen, dem zu widerstehen.

1. Schritt:

Versuche, immer möglichst bitter zu essen, wenn du das irre Verlangen nach Süßem hast. Auf diese Weise senkt sich das Verlangen enorm schnell. Die Schwierigkeit liegt nur darin, den ersten Schritt zu gehen und nicht auf sein Verlangen zu hören.

Geeignete Bitterstoffe sind zum Beispiel: Grüner Blattspinat, Rucola, Kurkuma, Wildkräuter oder bittere Kräutertees.

Diese kannst du z.B. auch mit einem Smoothie zu dir nehmen.

2. Schritt:

Wenn du dem Heißhunger nachgibst, versuche dich auf Früchte zu reduzieren. Greife zu Bananen, Trauben, Pflaumen oder zu Datteln, aber bitte nicht zu industriellem Süßkram, der obendrein auch noch mit Fett vermischt ist.

Fett-Zucker-Kombinationen sind das Schlaraffenland für Hefepilze wie Candida und für schlechte Darmbakterien. Du solltest also Minimum 3 Stunden vor der Süßen Heißhungermahlzeit zum letzten Mal Fette zu dir genommen haben.

3. Schritt:

Stecke den Kopf nicht in den Sand. Viele Menschen leiden unter Heißhungerattacken auf Süßes, weil unser Darm extrem auf Kohlenhydrate dressiert wird. Er ist praktisch abhängig davon. Du machst es nur noch schlimmer, wenn du dich obendrein immer extrem schlecht nach einer süßen Attacke fühlst.

Die Kunst liegt darin, sich trotz des Schwachwerdens weiterhin selbst zu akzeptieren und einfach dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat. Wenn du lernst, dich weiterhin selbst zu lieben und dich nicht selbst zu beleidigen oder zu degradieren, wird sich dieses Verlangen nach und nach immer mehr abbauen.

Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Garcinia Cambogia helfen dir dabei, den Heißhunger zu unterbinden.

Heißhungerattacken vorbeugen

Um unseren unkontrollierten Attacken gleich einen Riegel vorzuschieben, sollten wir darauf achten, die erste Mahlzeit des Tages mit viel Kohlenhydraten zu füllen. Empfehlenswert sind hier Früchte wie zum Beispiel Bananen, Beeren, Äpfel und alles, wonach dir gerade ist.

Ein üppiger Fruchtsalat ist der beste Start in den Tag, denn er liegt nicht schwer im Magen und versorgt dich mit schnellen, sowie langsamen Kohlenhydraten. Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe hast du gleich inklusive.

Vermische den Obstsalat jedoch nicht mit Nüssen oder mit Getreide.

Übrigens, das Abnehmkonzept von Benjamin Oltmann „Abnehmen ohne Hunger“ funktioniert genau so. Lese hier unseren Erfahrungsbericht ->

Fazit

Heißhunger auf Süßes ist kein Beinbruch. Jetzt weißt du, wie du bestmöglich mit ihm umgehen kannst und wie du im Vorfeld Maßnahmen zur Prävention einleiten kannst. Wir hoffen natürlich, dass dir der Artikel eine gute Hilfe ist und dass du in Zukunft mehr und mehr die Kontrolle über deine Attacke bekommst.

Unsere Bewertung:

Judith

Judith ist Gesundheitsexpertin und Ernährungsberaterin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, motivierte Menschen dabei zu unterstützen ihr Fitnessziel zu erreichen. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich gesund Abnehmen und wohlfühlen.

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