Reizdarm – die neue Volkskrankheit und was du dagegen tun kannst

By Judith / 24. Juli 2019
Reizdarm lindern

Reizdarm ist in der heutigen Zeit ein viel diskutiertes Thema. Nahezu jeder leidet hin und wieder unter Durchfall, Verstopfungen, Blähungen und Sodbrennen – die einen mehr, die anderen weniger.

Doch was genau sorgt für diese Reizdarm Symptome? Und sind sie gefährlich? Ab wann ist ein Gang zum Arzt ratsam und wie schaffst du es aus eigener Hand, deine Verdauung in den Griff zu bekommen?

All das und mehr klären wir in diesem Artikel.

Was genau ist Reizdarm eigentlich?

Reizdarm ist ein medizinischer Sammelbegriff für eine Reihe von Verdauungsbeschwerden, die mit keiner besonderen oder speziellen Erkrankung einhergehen. Klingt komisch, ist aber wahr. Wenn du also seit längerem unter gewisse Beschwerden leidest wie zum Beispiel Durchfall, muss das nicht zwingend einen medizinischen Grund haben.

Der Gang zum Arzt ist daher nicht immer von Erfolg im Sinne von Heilung geprägt. Dennoch ist es ratsam, sich über diverse Diagnoseverfahren Sicherheit zu holen. Hinter all den Symptomen können sich nämlich theoretisch auch eine Vielzahl von ernstzunehmenden Krankheiten verbergen, welche der Arzt zunächst ausschließen sollte. Sind die Symptome also seit mehreren Monaten vorhanden und wird dein Leben dadurch massiv beeinträchtigt, lohnt sich eine Untersuchung alle Male.

Bestehen die Symptome über einen längeren Zeitraum, solltest du einen Arzt aufsuchen!

Sollte der Arzt keine ernste Krankheit finden, ist dies eine gute und schlechte Nachricht zugleich. Denn auf der einen Seite bedeutet es, dass die Symptome keine gesundheitliche Gefahr darstellen, auf der anderen gibt es aber auch kein gezieltes Heilverfahren.

Musst du also dein Leben lang mit Durchfall, Blähbauch und Co. leben? Nicht ganz! Zwar ist für die Reizdarm Behandlung ein gewisser Eigenaufwand in Form von Zeit und Nerven notwendig, am Ende des Tages lohnt sich dieser aber.

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Reizdarm Symptome

Reizdarm wird aus medizinischer Sicht in vier Grundtypen eingeteilt. Im Folgenden gehen wir auf diese ein und erklären die dahinterliegende Symptomatik.

1. Durchfalltyp

Wer sich diesem Typen zugehörig fühlt, hat es im Alltag sehr schwer. Denn es muss so ziemlich immer eine Toilette in Reichweite sein. Oftmals kommt der Durchfall wie aus dem Nichts und macht deinen Tagesplänen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Kommt es am Tag häufiger, als dreimal zum Durchfall wird die Lage kritisch, weil du eine Vielzahl an Elektrolyten verlierst.

2. Verstopfungstyp

Verstopfungen sind immer unangenehm. Im Darm will nichts vorwärtsgehen und es fühlt sich an, als würde eine Zementmauer den Stuhlgang verhindern. Du leidest unter Schmerzen, deine Leistungsfähigkeit sinkt (Giftstoffe können den Körper nicht verlassen) und der Druck auf deinen After erzeugt mit der Zeit Hämorrhoiden.

3. Schmerztyp

Selten gibt es Reizdarmbetroffene, die ausschließlich unter Schmerzen leiden, denn meistens treten diese in Kombination mit anderen Symptomen auf. Am ehesten ist die Bildung von Gasen verantwortlich, weil diese ab einer gewissen Menge gegen die Darmwand drücken. Auch die Reizung der Darmschleimhaut bei Verstopfungen oder Durchfall führt zu krampfartigen oder brennenden Schmerzen.

4. Blähungstyp

Allgemeinhin sind Blähungen am wenigsten „unangenehm“, wenn da nicht der üble Geruch wäre, der deine Freundinnen und Freunde vergrault. Prinzipiell pupst jeder Mensch – das ist normal. Erst aber, wenn dir pro Tag mehr als 24 Winde abgehen, sprechen Mediziner von einer Flatulenz. Reizdarmbetroffene des Blähungstypen erreichen häufig mehr als 100 Pupse pro Tag.

Reizdarm Behandlung – wie bekommst du das Problem in den Griff?

Leider gibt es keine Wunderpille oder spezielle Reizdarm Medikamente, weil sich keine medizinische Grundursache für die Beschwerden finden lassen. Das stellt Betroffene natürlich vor ein großes Rätsel.

Wie zur Hölle soll ich vorgehen, wenn ich gar nicht weiß, was das Problem ist?

Nun, an dieser Stelle ist ein wenig Ausprobieren gefragt. Die perfekte Symbiose entsteht, wenn du eine für dich passende Reizdarm Ernährung findest und dabei mit speziellen Reizdarm Hausmitteln bzw. Medikamenten* Abhilfe leistest, wenn die Symptome zu stark werden. Obendrein ist ein gutes Stressmanagement meistens schon die halbe Miete. Daher werden wir nun auf mögliche Ernährungsformen und lindernde Substanzen eingehen.

*Mit Medikamente sind in diesem Zusammenhang Medikamente gemeint, die gezielt gegen Durchfall, Verstopfungen, Sodbrennen oder Blähungen helfen können.

Die perfekte Reizdarm Ernährung

Die perfekte Ernährung bei Reizdarm? Gibt es die überhaupt? Leider ist es so, dass du hier am meisten Zeit investieren musst. Es gilt, jene Lebensmittel herauszufinden, die bei dir den größten Schaden verursachen. Das Problem dabei ist allerdings: Während für den einen Müsliflakes easy durch den Darm flutschen, bekommt der andere umgehend einen Blähbauch und Verstopfungen. Nicht jeder reagiert also gleich auf alle Lebensmittel.

Entweder kannst du von nun an ein Tagebuch führen und zu jedem Lebensmittel die Einnahmemenge und deine Reaktion notieren. Oder du nimmst eine Abkürzung.

Da es nämlich in der Regel bestimmte Kohlenhydratmoleküle sind, die für die Reizdarmreaktion zuständig sind, hat sich für viele Betroffene Low-Carb als ideale Reizdarm Ernährung herausgestellt. Die Kohlenhydrate werden hierbei auf ein verträgliches Mindestmaß gesenkt, während protein- und fettreiche Lebensmittel in den Vordergrund rücken.

Eine weitere Reizdarm Behandlung ergibt sich aus der sogenannten FODMAP-Diät.
Hierbei werden Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosccharide und (and) Polyole aus dem Speiseplan gestrichen. Diese spezifischen Kohlenhydratmoleküle stehen nämlich am meisten mit etwaigen Reizdarm Symptomen in Verbindung. Hier kannst du dich entscheiden, ob du jedes FODMAP Lebensmittel komplett streichst oder einzeln testest, welche du nicht gut vertragen kannst.

Folgende Lebensmittel (aber noch viele weitere) gelten als starke FODMAP-Lebensmittel:

  • Pulver-Milcherzeugnisse (Kaffeeweiß, Milchpulver, Milchzucker)
  • Trockenobst
  • Fruchtsaftkonzentrate
  • Zwiebeln
  • Pilze
  • Knoblauch
  • Süßmittel

Darüber hinaus gibt es einen höheren Anteil an „mittleren“ FODMAP Lebensmittel, worunter insbesondere Hülsenfrüchte, Getreide und eine Auswahl an Früchten fallen.

Stress gezielt reduzieren

Mittlerweile wird die Verbindung zwischen Darm und Hirn wissenschaftlich bewiesen, womit auch gezeigt wurde, dass Stress und Verdauung in einem sehr engen Verhältnis stehen. Nervosität verursacht zum Beispiel seit jeher bei vielen Menschen Übelkeit oder Durchfall.

Im Zuge dessen lässt sich sagen, dass Stress entweder als Verstärker oder gar als alleiniger Auslöser fungiert. Sobald du also dein Stresspegel senkst, geht es dir umgehend besser.

Du schaffst dies, indem du dir genügend Auszeiten nimmst, meditierst, Sport machst oder deinen Hobbys nachgehst. Wichtig ist dabei stets, dass du erwartungslos und mit Ruhe in deine Pausen einsteigst. Stress entsteht nämlich letztlich im Kopf!

Wärme kann Reizdarm Symptome lindern

Reizdarm Hausmittel

Wenn alles nichts hilft und du dich wohler fühlst, wenn du deinem Körper etwas zur Unterstützung lieferst, können folgende Tipps und Hausmittelchen helfen:

  • Wärme (trinke warmes Wasser oder nutze eine Wärmflasche)
  • Würze dein Essen mit verdauungsfördernden Gewürzen (Koriander, Kurkuma, Pfeffer uvm.)
  • Trinke genug Wasser
  • Kräutertees wirken beruhigend und krampflösend

Im ganz schlimmen Fällen kannst du zu etwaigen Reizdarm Medikamenten greifen.

Fazit

Reizdarm ist fies. Zwar ist es nicht gefährlich, dafür aber lästig und einschränkend für die Lebensqualität. Daher ist jeder Fortschritt Gold wert. In diesem Artikel haben wir dir eine Reihe von Ansätzen für die Reizdarm Behandlung geliefert. Am wichtigsten ist jedoch, dass du zunächst einmal Stress reduzierst und mit Geduld an das Problem herangehst. Merke dir immer, dass dir nichts Schlimmes passieren kann.

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Infografik: Reizdarm – Das ist wichtig!

Reizdarm Infografik

Judith
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